Jesse Pinkman

Copyright: amctv.comJesse Bruce Pinkman (Aaron Paul) ist in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen. Er hat einen jüngeren Bruder, mit dem er sich gut versteht. Jesse ist wohl schon in seiner Schulzeit auf die schiefe Bahn geraten, denn als seine Drogenabhängigkeit immer schlimmer wurde, blieb seinen Eltern nichts anderes übrig, als ihn vor die Tür zu setzen. Heute ist Jesse ein Kleinkrimineller ohne Schulabschluss, der nicht schlecht von seinen Drogengeschäften lebt. Er bewohnt seit dem Tod seiner Tante deren Haus, rechtmäßig gehört es allerdings seinen Eltern. Jesse ist nicht der Schlauste, aber er hat das Herz am rechten Fleck und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Als plötzlich sein ehemaliger Chemielehrer Walter White vor der Tür steht und ihm eine fifty-fifty-Partnerschaft anbietet – er soll ihm beim Methkochen assistieren und es auch vertreiben, geht er darauf ein. Auch weil Walt ihm androht, ihn sonst bei der Polizei zu verpfeifen.

Das ungleiche Duo

Das Verhältnis der Beiden ist durchweg angespannt. Während Walt die Dinge analytisch angeht, handelt Jesse meist impulsiv. Seine Naivität bringt sie oft in eigentlich vermeidbare Situationen. Trotzdem ist Jesse liebenswert. Er ist wie ein kleiner Junge auf der Suche nach Grenzen. Und nur zu oft scheitert er an der Realität. Man fühlt seinen Schmerz, als seine Eltern sein Haus verkaufen und plötzlich offensichtlich wird, dass er ziemlich einsam ist. Seine drogensüchtigen Kumpels kommen als Anlaufstelle nicht in Frage und sonst scheint er keine richtigen Freunde zu haben. Umso wichtiger wird die Beziehung zu Jane, die ihm richtig unter die Haut geht.

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Jesse verliebt sich in Jane

Zum ersten Mal gibt es jemanden, dem er sich mitteilen kann und man merkt, dass Jesse zu großen Gefühlen fähig ist. Umso tragischer ist es, als sich herausstellt, dass Jane drogenabhängig ist. Und diese Sucht auch noch zu ihrem Tod führt. Jesse ist untröstlich, macht sich große Vorwürfe und droht vollends abzurutschen. Es bleibt abzuwarten, was passiert, sollte er erfahren, dass Walt Janes Tod hätte verhindern können.

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Jesse liegt mit Wendy (Julia Minesci) auf der Lauer

Seinen stärksten Moment hat Jesse, als er sich gegen Gus stellt. Ohne Furcht steht er für seine Überzeugungen ein, als er herausfindet, dass Gus´ Leute Kinder für sich arbeiten lassen. Dass Jesses Konsequenzen daraus dann wieder sehr impulsiv und unüberlegt sind und alles nur noch schlimmer machen, ist die Kehrseite der Medaille. Jesse wird durch Walts wachsende kriminelle Energie ganz oft einfach mitgerissen und ist dann der Leidtragende. Natürlich brauchen sie einander auch, doch Walt gibt den Ton an. Und so muss Jesse immer wieder Verluste hinnehmen und ist überfordert mit den Ereignissen. Zudem ist er prädestiniert als Prügelknabe und muss einiges einstecken. Walts Aufstieg bedeutet eigentlich Jesses Abstieg. Und am Schluss ist er – wie so oft – auf sich allein gestellt.

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